Anwaltskosten

Die anwaltliche Vergütung erfolgt in der Regel auf der Basis des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG). Dass die Vergütung gleichwohl für den Außenstehenden recht undurchsichtig erscheint, liegt an der Bemessung des Gegenstands- oder Streitwertes, der die gesetzliche Grundlage für die Höhe der Gebührenrechnung darstellt und ggf. in gerichtlichen Verfahren durch das Gericht festgesetzt wird. Über die Ihnen entstehenden Kosten werden wir Sie im Vorfeld ausführlich beraten. Nach dem RVG sind wir berechtigt, auf unsere voraussichtlich entstehenden Gebühren einen angemessenen Vorschuss zu erheben.

Ihre Rechtsschutzversicherung erstattet nicht jede Inanspruchnahme anwaltlicher Leistung. Die Vertretung in Ehescheidungsverfahren und die Verteidigung gegen den Vorwurf einer vorsätzlich begangenen Straftat sind vom Rechtsschutz ausgenommen. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass die von Ihnen gewünschte Anwaltstätigkeit von Ihrer Rechtsschutzversicherung übernommen wird, sollten Sie persönlich vorab bei Ihrer Versicherung danach fragen.

Für ein gerichtliches Verfahren kann bei schwierigen Einkommens- und Vermögensverhältnissen Prozesskostenhilfe bewilligt werden. Über die Bewilligung entscheidet das Gericht. Das Antragsformular für die Bewilligung von Prozesskostenhilfe finden Sie hier unter der Rubrik "Service". Sollten Sie Beratungshilfe für die Erstberatung in Anspruch nehmen wollen, so haben Sie - sofern Ihr Antrag auf Beratungshilfe durch das Amtsgericht abgewiesen wird - selbst die angemessene Vergütung (idR 100 €) an uns zu übernehmen.

Legen Sie uns daher bitte bereits vor Beginn des ersten Gesprächs den Berechtigungsschein für die Beratungshilfe vor. Das Antragsformular finden Sie hier unter der Rubrik "Service".

Sofern Sie Ihren Prozess gewinnen, ist der Gegner verpflichtet, die von Ihnen verauslagten Anwaltsgebühren und Gerichtskosten zu ersetzen. Sollten Sie den Prozess verlieren, müssen Sie zusätzlich zu Ihren eigenen Anwaltsgebühren und den Gerichtskosten auch die Anwaltsgebühren der Gegenseite tragen. Das gilt aber nicht im arbeitsgerichtlichen Prozess erster Instanz. Hier muss jede Partei unabhängig vom Ausgang des Rechtsstreits ihre Kosten selbst tragen. Der Unterlegene muss die Anwaltskosten des Obsiegenden nicht erstatten. Besteht eine Rechtsschutzversicherung übernimmt diese oft die Kosten für das arbeitsgerichtliche Verfahren.

Über die Höhe der zu erwartenden Kosten sowohl außergerichtlich als auch gerichtlich und Ihre Erfolgschancen werden wir Sie in unserem ersten Gespräch ausführlich beraten.